Lesen und Schreiben.
Nur eine Notwendigkeit oder mehr?
Wenn ich Eltern frage, warum ihre Kinder lesen und schreiben lernen sollen, bekomme ich ganz unterschiedliche Antworten.
„Weil ich will,
dass mein Kind später einmal
seinen Arbeitsvertrag lesen und verstehen kann.“
„Weil mein Kind so viel Bildung
wie möglich bekommen soll.“
„Weil Lesen glücklich macht.“
„Weil sich mein Kind in der Stadt auskennen soll.“
„Weil man nur erfolgreich sein
kann im Leben, wenn man lesen
und schreiben kann.“
„Weil Lesen die Welt erweitert.“
Dies ist nur eine kleine Auswahl der Antworten, die ich bekommen habe.
Noch nie hat eine Mutter oder ein Vater zu mir gesagt: „Ich finde es nicht wichtig, dass
mein Kind lesen und schreiben lernt.“
Wir Menschen definieren uns unter anderem über Bildung.
Die Fähigkeit, Wörter, Sätze, Texte zu verstehen gehört zu den wichtigsten Zielen der Schule. Wir sollen aber Geschriebenes nicht nur lesen können, sondern auch fähig sein, ein Wort, einen Satz, einen Text als Grundlage für unser Handeln zu nehmen, also Gelesenes umsetzen zu können. Und: wir sollen selbst Wörter, Sätze, Texte schreiben können, die wiederum von anderen Personen verstanden werden.
Tatsache ist,
dass das Lesen-und Schreiben-Lernen vor allem in der Schule stattfindet.
Jedoch können Eltern sehr viel dazu beitragen, dass ihr Kind eine erfolgreiche Leserin/ein erfolgreicher Leser wird.
Wer einmal erlebt hat, wie ein Kind lernt,
diese seltsamen geraden und gekrümmten Linien, die spitzen und die stumpfen Winkel, die sich „Buchstaben“ nennen, zu schreiben und zu lesen, der weiß, wieviel Mühe dieser Lernprozess kosten kann. Und wenn das Kind dann das Buchstabengewirr benennen und zu Wörtern zusammenhängen kann, kommt uns das manchmal fast wie ein Wunder der Fähigkeiten des menschlichen Gehirns vor.
Manche Kinder lernen das Lesen und Schreiben leicht und schnell,
manche tun sich schwer, oft ein Leben lang.
Die wichtigsten Grundlagen dafür
sind das Erzählen und das Vorlesen.
Deshalb gibt es im Projekt Litsy auch immer wieder Lesetipps für Eltern und Kinder.
Wenn Sie also ein Kind im Schulalter haben: melden Sie sich doch für den Newsletter an. Und schauen Sie ab und zu in den Blog rein. Da zeigen wir, was bei Litsy so alles passiert.